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Wenn Raumfahrttechnologie
erlebbar wird.

Avocado360 produzierte einen 360° VR Film in der Produktionshalle von Beyond Gravity in Emmen — während der laufenden Fertigung von Nutzlastverkleidungen für Ariane 6. Kein Staging. Keine zweite Chance. Die Produktion lief weiter.

Das Resultat: Ein Film der den Betrachter ohne Kommentar in die Mitte einer Raumfahrtfabrik versetzt — und in wenigen Sekunden vermittelt, was kein Foto je könnte.

KAMPAGNEHow We Do Payload Fairings
MARKEBeyond Gravity
KUNDEBeyond Gravity Schweiz AG
REGIEUrs Wyss
PRODUZENTAvocado360, Luzern
LEISTUNGEN360° VR Film · YouTube 360° · Fulldome
LOCATIONComposite Center Emmen, Schweiz
✦ In Kürze — für eilige Leser
Was

360° VR Film in der Produktionshalle von Beyond Gravity in Emmen. Aufgenommen während der laufenden Fertigung von Nutzlastverkleidungen für Ariane 6 — über mehrere Monate hinweg.

Warum 360°

Eine 20 Meter hohe Halbschale aus Karbonfaser lässt sich nicht fotografieren. Man muss davor stehen. 360° gibt dem Betrachter genau das — ohne physisch dort zu sein.

Die Herausforderung

Kein Staging, keine zweite Chance. Produktionspausen gab es nicht. Ein Teil der Halle durfte nicht erscheinen — obwohl er zehn Meter hoch und nicht verschiebbar war.

Das Ergebnis

Ein 360° VR Film den Beyond Gravity seit 2023 regelmässig einsetzt — an Messen weltweit, beim Onboarding, auf YouTube. Nachträglich auch für Fulldome konvertiert.

«Er hilft uns komplexe Technologie klar, ansprechend und wirklich immersiv zu kommunizieren.»

— Philipp Bircher, VP Communications & Branding, Beyond Gravity
Die ganze Geschichte

In 120 Kilometern Höhe, wenn die Reibungshitze nachlässt und der Himmel schwarz wird, passiert etwas Merkwürdiges. Das grösste Bauteil der Rakete fällt ab. Sorgfältig gefertigt, auf den Bruchteil eines Millimeters genau — und dann nie mehr gebraucht.

Das Objekt

In Emmen, Kanton Luzern, baut Beyond Gravity Dinge die in den Weltraum fliegen. Die Nutzlastverkleidungen — zwei Halbschalen aus Karbonfaser-Verbundwerkstoff, aussen Karbon und Kork, innen Aluminiumwaben — sind bis zu 20 Meter hoch und 5,4 Meter breit. Eine Halbschale wiegt zwischen 900 Kilogramm und 1,3 Tonnen.

Ihre Aufgabe: Den Satelliten auf dem Weg durch die Atmosphäre zu schützen. Hitze, Lärm, Vibration, Feuchtigkeit. Dann, in 120 Kilometern Höhe, sprengen Pyrotechnikbolzen die Verbindungen. Die Halbschalen öffnen sich. Der Satellit ist frei. Die Verkleidung fällt. Seit dem Erstflug der Ariane 1979 hat Beyond Gravity über 250 solcher Verkleidungen gebaut — für Ariane 5, Ariane 6, Vega-C, Vulcan Centaur. Alle gefertigt in Emmen, in einem halbautomatischen Prozess ohne Autoklav. Vor der Auslieferung prüfen zwei synchronisierte Roboter jede Halbschale mit Ultraschall — Genauigkeit unter 400 Mikrometern.

Nutzlastverkleidung Halbschale in der Produktionshalle Beyond Gravity Emmen

Eine der Halbschalen im Composite Center Emmen. Im Hintergrund die Ultraschall-Prüfanlage mit zwei synchronisierten Robotern.

Nach Emmen — und weiter

Was in der Schweiz gebaut wird, reist um die halbe Welt. Von Emmen nach Kourou, Französisch-Guayana — zum europäischen Weltraumbahnhof, wo die Ariane 6 wartet.

Ariane 6 Fairing Transport nach Kourou Französisch-Guayana
Fairing Halbschale wird gehoben Kourou Fairing Innenseite Satellit Ariane 6 Ariane 6 Fairing auf Transportfahrzeug Startrampe Ariane 6 Fairing wird umgeladed
Fotos: ArianeGroup — «When space needs room to unfold»

Die Frage

Urs Wyss erinnert sich an das erste Gespräch mit Beyond Gravity. «Sie zeigten mir Fotos der Halle. Ich sah grosse Strukturen aus Karbonfaser. Aber ich spürte nicht, was das bedeutet. Auf einem Foto wirkt eine 20 Meter hohe Halbschale wie ein Industriebauteil. Im Raum davor zu stehen ist etwas anderes.»

Beyond Gravity trifft an Messen, in Recruiting-Gesprächen und Medienpräsentationen auf Menschen die noch nie in einer Raumfahrtfabrik waren. Für die ist der Unterschied zwischen «sehr gross» und «so hoch wie ein sechsstöckiges Haus, auf den Bruchteil eines Millimeters genau» entscheidend. Dieser Unterschied lässt sich nicht erklären. Er muss erlebt werden.

«Es gibt nur ein Medium das das kann. Man muss dort stehen. Und wenn man nicht physisch dort stehen kann — braucht man 360°.»

— Urs Wyss, Avocado360

Die Produktion

Ein Fairing entsteht nicht in zwei Tagen. Die Fertigung einer einzigen Halbschale dauert Monate. Avocado360 musste sich dem Rhythmus der Produktion anpassen — nicht umgekehrt. Das bedeutete: mehrere Einsätze über mehrere Monate, immer wieder ein halber Tag, immer wieder Emmen, immer wieder 6 Uhr morgens. Kein Staging. Kein «nochmals bitte». Keine zweite Chance.

360° Kamera-Rig Setup Beyond Gravity Produktionshalle Emmen Avocado360 Team früh morgens bei Beyond Gravity Emmen

Links: Das Kamera-Rig Setup in der Produktionshalle. Rechts: Das Avocado360 Team vor Ort — 6 Uhr morgens, laufende Produktion.

Das Timing war das Wichtigste — und das Schwierigste. Kurzfristige Planänderungen gehörten zum Alltag. Eine Lieferung, eine Verschiebung im Produktionsplan, ein Schichtwechsel — und der Drehplan musste in Stunden neu organisiert werden. Genau dort liegt eine der Stärken von Avocado360: Flexibilität unter Druck, aus Erfahrung. Die Koordination mit dem Produktionsleiter von Beyond Gravity war entscheidend.

Dann gab es ein Problem das sich nicht antizipieren lässt.

In der Halle befand sich etwas das nicht im Film erscheinen durfte. Kein Hinweisschild, kein Tuch darüber. Einfach da — zehn Meter hoch, nicht verschiebbar, mitten im Raum. Im 360°-Film gibt es keinen Ausschnitt. Es gibt kein Off. Die Lösung: das präzise Platzieren des Rigs — auf den Zentimeter genau — so dass das verbotene Objekt hinter dem Kameragehäuse selbst verschwand. «Das war eine der anspruchsvollsten Kamerapositionierungen die ich je gemacht habe. Wir hatten keinen Spielraum.»

Avocado360 Koordination mit Beyond Gravity Mitarbeitenden

Präzise Zusammenarbeit mit dem Beyond Gravity Team — in jeder Phase der Aufnahmen entscheidend.

Was den Film möglich machte, war Teamwork. Die Koordination mit den Mitarbeitenden von Beyond Gravity — bei jedem Standpunkt, bei jedem Moment der Entscheidung. Avocado360 arbeitete damals noch mit mehreren Insta360 Pro Kameras und mit einer der ersten FPV-Drohnen die das Studio je gebaut hatte.

Was Beyond Gravity sagt

«Wir setzen die VR-Filme bei internationalen Messen ein um Kunden und Partner für unsere Produkte zu begeistern — und intern beim Onboarding neuer Mitarbeitender. Sie geben einen realistischen Einblick in unsere Produktionsumgebungen, ohne vor Ort sein zu müssen. Der resultierende 360° Film wird auf Oculus Headsets bei Messen weltweit eingesetzt. Er hilft uns komplexe Technologie klar, ansprechend und wirklich immersiv zu kommunizieren.»

Philipp Bircher

Vice President Communications & Branding, Beyond Gravity

Der Film

Beyond Gravity — «How We Do Payload Fairings», 360° VR, 2023.

Der Film läuft rund zwei Minuten. Er erklärt nichts. Er versetzt den Betrachter ohne Kommentar in die Mitte der Produktionshalle. Wer einen VR-Headset trägt, steht dort. Wer den Film auf YouTube öffnet, kann den Blick frei drehen — und begreift in wenigen Sekunden, was keiner weiteren Erklärung bedarf.

Vom Messefilm zur Domeprojektion

Beyond Gravity 360° VR Film im Planetarium Verkehrshaus Luzern Fulldome Projektion

Der Beyond Gravity Film unter der Kuppel — Planetarium des Verkehrshaus Luzern.

Zusatzleistung — nachträglich realisiert

Was als 360° VR Film für Headsets und Messen konzipiert wurde, zeigte sich als noch vielseitiger. Im Nachhinein konvertierte Avocado360 den Film für den Fulldome — die halbkugelförmige Projektionsfläche von Planetarien und Kuppeltheatern. Das Planetarium des Verkehrshaus Luzern setzte den Film für eine Präsentation ein.

Diese nachträgliche Konvertierung ist technisch anspruchsvoll — und in der Schweiz eine Spezialität von Avocado360. Ein Film der für VR-Headsets produziert wurde, kann unter den richtigen Voraussetzungen auch unter einer Kuppel funktionieren. Das erweitert den Einsatzbereich erheblich — und den Return on Investment.

Die Erkenntnis

Technologie die man nicht anfassen kann, muss erlebt werden. Nicht erklärt.

Beyond Gravity setzt den Film seit der Produktion regelmässig ein — an Messen, beim Onboarding, in Medienpräsentationen. Ein Film. Keine Nachproduktionskosten. Kein Ablaufdatum.

Die Halle in Emmen steht noch. Die Fairings die dort gebaut wurden, fliegen gerade.

Häufige Fragen

Kann man in einer laufenden Industrieproduktion 360° VR drehen ohne den Betrieb zu stören?

Ja — das war genau die Herausforderung bei Beyond Gravity. Mit mehreren Einsätzen über Monate, jeweils früh morgens, hat Avocado360 sich dem Produktionsrhythmus angepasst. Kein Staging, keine Unterbrechung der laufenden Fertigung. Die enge Koordination mit dem Produktionsteam war entscheidend.

Kann ein 360° VR Film nachträglich für Fulldome und Planetarien konvertiert werden?

Unter den richtigen Voraussetzungen ja. Avocado360 hat den Beyond Gravity Film nachträglich für das Planetarium des Verkehrshaus Luzern konvertiert — wahrscheinlich als einziges Studio in der Schweiz das sowohl 360° VR als auch Fulldome beherrscht.

Wie lange ist ein 360° VR Industriefilm einsetzbar?

Beyond Gravity setzt den Film seit 2023 regelmässig ein — an internationalen Fachmessen, beim Onboarding neuer Mitarbeitender und auf YouTube. Keine Nachproduktionskosten, kein Ablaufdatum. Ein 360° VR Film amortisiert sich über Jahre.

Was kostet ein 360° VR Film für die Industrie?

Der Preis hängt von Komplexität, Anzahl Drehtage und Postproduktionsaufwand ab. Avocado360 erstellt auf Anfrage ein unverbindliches Angebot — konkret, mit echten Zahlen. Jetzt anfragen →

Wann passt dieses Format?

Passt wenn
  • Technologie oder Ort sind schwer zu erklären
  • Fotos die Grössenordnung nicht transportieren
  • Internationales Fachpublikum an Messen
  • Langfristiger Einsatz auf mehreren Kanälen geplant
  • Nachträgliche Fulldome-Nutzung denkbar
Passt weniger wenn
  • Inhalte ändern sich häufig
  • Nur ein Kanal wird bespielt
  • Emotionaler Zugang zur Technologie fehlt

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